Listen Sie Kosten, ohne die der Betrieb binnen Tagen stillsteht: Löhne, Energie, Kernlieferanten, Steuern, Miete, IT‑Betrieb. Versehen Sie jede Position mit Vertragsrisiko, Mahnfristen und operativer Ausfallwirkung. Eine Bäckerei priorisierte Mehl, Strom und Löhne, strich jedoch Dekorartikel und Marketinganzeigen vorübergehend. Formulieren Sie einen kurzen Entscheidungssatz pro Position, um Diskussionen zu fokussieren: zahlt auf Betriebssicherung ein, minimiert Schaden, hat planbaren Aufholpfad, wird transparent kommuniziert.
Teilen Sie Lieferanten nach Kritikalität und Verhandlungsspielraum ein: A = unersetzlich, B = wichtig mit Alternativen, C = verschiebbar. Dokumentieren Sie historische Kulanz, Abhängigkeiten, Skonti und mögliche Naturalrabatte. Sprechen Sie ehrlich über Engpässe, bieten Sie Teilzahlungen mit fixem Zeitplan und sichern Sie Nachweise zu. Ein Verpackungspartner gewährte einem Start‑up zwei Zahlungsaufschübe, weil der Plan sauber, proaktiv und prüfbar war. Fairness heute baut Resilienz für morgen.
Vorbereitung schlägt Rhetorik. Gehen Sie in Gespräche mit Cash‑Forecast, Umsatzpipeline und realen Stichtagen. Bieten Sie Optionen statt Bitten: Teilzahlungen, Abnahmegarantien, längere Laufzeiten gegen kleinen Aufpreis, gemeinsame Lageroptimierung. Erzählen Sie kurz den operativen Kontext, ohne Dramen zu inszenieren. Eine Maschinenbaufirma gewann 30 Tage Zahlungsziel zusätzlich, indem sie eine transparente Roadmap präsentierte und einen winzigen Preisaufschlag akzeptierte, der Liquiditätsdruck minderte, aber die Partnerschaft intakt ließ.
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